Montag, 22. Juni 2009

Der Countdown läuft...

mittlerweile ist er schon fast zuende: Mein letzter Montag am anderen Ende der Welt.
Ich packe schon seit gefühlten 3 Tagen meine Tasche ohne das sie sich wirklich füllt.
Nun frage ich mich, ob es an meiner Packkunst liegt, ich irgendetwas vergessen habe oder ob einfach wirklich nicht so viel Zeug in die Tasche muss. Morgen werde ich den Geniestreich mal zum Abschluss bringen und dann schauen wir mal...

Die letzten Tage in Helensville sind nicht minder unspannend als die vorangegangenen.
Am Sonntag hatten wir eine kleine Abschiedsparty mit den ganzen anderen Leuten und heute hatte ich ein großes Abschiedsdinner mit dem Haus. War sehr schön und lecker.

Am Mittwochmorgen geht es dann also für mich ganz früh mit dem Bus nach Auckland und dann weiter nach Tauranga aufs Abschlusscamp. Nochmal ein wenig über das Jahr nachdenken und solche Geschichten, außerdem gehen wir nochmal Bungeejumpen und es geht auf einen ganz großen im Boden versenkten Ventilator in dessen Luftstrom man dann quasi fliegt. Wird bestimmt supi.
Freitag geht es dann wieder zurück nach Auckland und abends um 19.15 Uhr fliegen wir dann nach LA. Kurioserweise können wir durch meinen besten Freund die Zeitverschiebung dann am Freitag um 12 Uhr nochwas in Los Angeles landen um dann gegen 17.00 Uhr weiter nach San Francisco zu fliegen. Da wartet dann der Mietwagen und wir nachdem wir 3 Tage in SF, einen Tag im Yosemite Nationalpark, einen Tag zwischen Yosemite und LA auf dem Pacific Coast Highway und weitere 3 Tage in LA verbracht haben geht es am 4.07 am späten Nachmittag weiter nach Frankfurt.

Soweit so gut.
Ich muss mal sehen wie es mit Fotos und vllt einem kleinen Bericht aus SF und LA aussieht, je nachdem wie die Internetsituation ist krieg ich das vllt sogar hin.

Soweit sogut, 17 Tage...
Tobi

Samstag, 6. Juni 2009

Rotorua & Wellington.

Hallo verehrtes Leserpublikum,
wenn davon denn überhaupt noch welches vorhanden ist.
Wie auch immer, die letzte Woche habe ich mit dem Haus in Rotorua verbracht, quasi Ferien. Nachdem wir am Montag (25.5) irgendwann gegen Mittag losgefahren sind waren wir gegen abend in Rotorua und haben ein sehr schönes Haus direkt am See bezogen.
Endlich mal wieder in nem großen Bett schlafen, dieses Einzelbett hier ist ja schön und
gut aber einfach zu klein.
Am Dienstag morgen ging es dann erst zum Zorben. Ein riesiger Ball in den man innen rein kann und damit einen Berg herunter rollt. Sehr lustig. Ich war danach klitsch nass und ein wenig desorientiert aber es war lustig. Anschließend ging es dann in den
Agrodome. Dort haben wir eine Show über Schafe genießen dürfen und ich habe meine ganz persönliche Kuh-melken-Erfahrung gemacht. Anschließend ging es zum Lunch irgendwo in die Stadt und nach einem Spaziergang durch geothermisch aktives gebiet gabs noch lecker Kaffee und Kuchen. Abends waren wir dann bei Hangi & Concert. Hangi ist die klassische Maori-Variante Essen zuzubereiten. Ein Loch graben, Fleich rein, Erde wieder oben drauf und durch die unterirdischen Lavaströme wird das Essen in ein paar Stunden gekocht. Anschließend gab es dann ein Kapahakakonzert. Das sind traditionelle Maorigesänge und Tänze. Sehr schön zu sehen und anzuhören.

Mittwochs waren wir dann in Taupo, haben uns Wasserfälle und ein geothermal Kraftwerk angeschaut.
Donnerstag morgen haben wir dann eine Tour durch Rotorua gemacht und zwar mit einem Amphibienfahrzeug. Neben ein wenig durch Rotorua düsen ging es auch auf zwei Seen in der Umgebung. Alles bei hervorragendem Wetter und vielen schönen bunten Bäumen. War echt schön. Nachmittags waren wir dann eine Runde Bowlen.

Freitag morgen sind wir dann auch direkt nach Tauranga aufgebrochen, haben unterwegs noch Wasserfälle angeschaut und Mittag gegessen. Am Strand, wahr echt schön.
Gegen frühen Nachmittag wurde ich dann in Tauranga abgesetzt und wir sind mit dem Mietwagen nach Wellington gedüst. Das hat dann auch bis abends gedauert, 6 Stunden sind 6 Stunden, und nach dem wir im Camp angekommen sind haben wir nur noch ein wenig mit Amy geschnackt und ein Bierchen gezischt.

Samstag morgen sind wir dann direkt nach Wellington gefahren, haben ein wenig Souvenirs geshoppt und einfach nochmal diese tolle Stadt genossen. Gegen Nachmittag sind war dann wieder zurück ins Camp, haben uns zum weggehen fein gemacht und auf dem Weg zurück in die Stadt Marc abgeholt, sein Baby abgeholt und was zu trinken besorgt. Zurück im Backpacker wurde dann ein wenig getrunken und sehr nett unterhalten. Danach gings dann ab ins Nachtleben.

Sonntag viel zu früh morgens ging es dann wieder zurück nach Waikanae, schnell duschen und noch ein wenig schlafen. Dann haben wir uns zu einem sehr späten Lunch mit Marc getroffen, nochmal Baby begutachtet und so weiter.
Zum Dinner sind Willi und ich dann nochmal nach Wellington gedüst und haben in dem Restaurant gegessen in dem wir gegessen haben als wir das erste mal in Wellington waren. Diesmal hab ich auch was leckeres erwischt und nicht komischen Fisch in komischer Suppe. Anschließend sind wir dann nochmal zu Marc und haben den Abend ausklingen lassen.

Montag morgen haben wir dann noch kurz mit Bernie geplaudert und sind dann gegen 10.30 wieder nach Tauranga aufgebrochen, schließlich mussten wir um 17.30 da sein, damit ich um 18 Uhr meinen Bus nach Auckland kriegen kann. Das hat auch alles super geklappt und ich wurde dann um 21.30 von meiner Hausleiterin am Bus abgeholt und so ging es dann wieder zurück nach Helensville. (01.06)

Mittlerweile ist schon wieder samstag, ich habe meine Woche mal wieder nur vergammelt und war auch heute leider ans Haus gefesselt, da mein Auto leider eine leere Batterie hat und ich sie jetzt erst wieder aufladen muss. Narf.

Morgen bin ich dann mal wieder Taxifahrer und fahre mit den Zwillingen nach Auckland, liefere sie bei ihrer Kirche ab und vergnüge mich dann 3 Stunden lang in Auckland. Das wird sicher gut.

Der Rest der Woche ist dann wieder helensville unspannend. Nächstes Wochenende ist dann noch ein letztes Mal Partysafari in Auckland bevor es dann auch schon bedrohlich nah an den Abflugtermin geht. Da muss ich schon so langsam mal anfangen zu packen und sowas...

Soweit so gut :) Nur noch 32 Tage...!!!

Mittwoch, 20. Mai 2009

Es neigt sich dem Ende entgegen.

Hallo hallo,
nach dem es ja schon lange etwas ruhiger war hier, gibts jetzt mal wieder etwas zu lesen. Auch wenn das nicht wirklich aufregend ist und sich auch nicht wirklich von meinen sonstigen Mitteilungen unterscheidet.

Meine Tage neigen sich dem Ende entgegen und wenn es sind heute, wenn ich richtig gerechnet habe, noch genau 48 Tage bis ich meine Füße als Arbeitsloser Ex-FSJler wieder
auf unseren Couchtisch zuhause lege. Wird auch mal Zeit.

Meine Tage verstreichen so dahin. Ich stehe morgens auf, frühstücke, erledige was am Tag erledigt werden muss und wundere mich abends das ich schon wieder ins Bett gehe. Was habe ich den ganzen Tag gemacht?! Gleiches gilt für meine freien Tage. Ich habe einfach keine Lust mehr irgendwo hinzufahren oder mir etwas anzuschauen. Daher liege ich bis frühen Nachmittag im Bett, gehe ins Fitnessstudio und lese oder schaue TV.
Keine besonders ansrpuchsvollen oder gar aufregenden Tätigkeiten, aber der Tag geht rum.

Einziges noch zu erwartendes Highlight kommt übernächstes Wochenende. Nachdem ich nämlich eine Woche mit meinem Haus, logischerweise nicht dem Haus an sich, sonder den Personen darin, Urlaub in Rotorua gemacht habe, werde ich mich am Freitag zusammen mit Willi auf den Weg nach Wellington machen um Marc und Sofies neues Baby anzugucken, uns zu verabschieden und ein letztes Mal in Wellington feiern zu gehen.
Wird sicher ein gutes Wochenende, freue mich schon. Die Woche in Rotorua wird auch sicher ganz interessant und spaßig.

Ein weiteres Wochenende kommen dann Willi, Marius und Dirk wohl noch einmal für ein Männerwochenende nach Auckland. Das steht aber noch nicht genau fest.

Soweit so gut. Quasi alles in Butter :)


Blick von unserem Balkon


In Nachbars Garten


Zwei Idioten trinken Bier

Grüße aus Zimmer neben der Garage, Helensville
Tobi

PS: Wetter ist fürchterlich. Teilweise regnet es Eimerweise, nur um Sekunden später strahlend zu sonnenscheinen. Kalt wirds langsam auch. Ohne Pullover geht gar nichts mehr. Und auch das wird manchmal ein wenig frisch. Erwischt man aber mal nen guten Tag reicht locker das T-Shirt. Merkwürdig, merkwürdig.

Dienstag, 28. April 2009

Laaangeweile...

Hallo Kinder,
tut mir Leid das ich euch nicht von irgendwelchen spannenden Abenteuern erzähle,
aber sowas erlebt man in Helensville schlicht weg einfach nicht. Helensville ist
nicht spannend.

Der letzte April ist einfahc so dahin verstrichen und auch meine freien Tage habe ich nur zum Ausschlafen und ins Fitnesstudio gehen genutzt. War aber auch mal nötig.
Viel mehr kann ich auch einfach nicht berichten. Mein Wochenablauf leibt gleich und bis auf kleine Abweichungen lässt sich daran auch nicht rütteln.

Oh. Doch etwas neues kann ich berichten. Nachdem Hui Qing, die Chinesin, Anfang April auf die Farm, ein anderes Mt. Tabor Haus, umgezogen ist haben wir bei #5 (Hausnummer, sehr einfallsreich) einen neuen Mitarbeiter. Den David. Der David ist Amerikaner und das merkt man auch. Jedesmal wenn wir an McDonalds oder Burger King vorbeifahren verspürt er den Drang uns mitteilen zu müssen, dass das ne amerikanische Kette ist. Gleiches gilt für K-Mart und was weiß ich.
Außerdem hat er ein extremes Bedürfnis sich über alles nochmal zu informieren und seine Informationen abzusichern. Das wird in Kombination mit einem schlechten Gedächtnis auf die Dauer sehr nervig. Als er den ersten Abend auf der Couch saß, kam ich grad aus der Muckibude und er fragte mich wie denn das Fitnesstudio so aussehe. Ich ihm das alles beschrieben, Hanteln hier, Fahrräder da, Maschinen dort usw. Erste Frage von ihm: "Haben die auch Hanteln?" und dann macht er auch noch die Bewegung dazu. Ich dacht ich spinne. Was glaubt er was man da stemmt? Wattebäusche? Narf.
Zweite Situation: Auf dem Weg zurück nach Auckland gibt es zwei größere Zwischenstationen: Kumeu, eine kleine Stadt mit ein wenig lokalem Gewerbe, aber nichts beeindruckendes sowie Westgate eine Outdoorshoppingmall. Nun kommt immer wieder die frage ob es in Kumeu einen McDonalds gibt, nachdem ich ihm dann kurz erzähle das McDonalds amerikanisch ist und verneine, sagt er das der nächste also bei Westgate sei. Ich "Ja, das ist richtig." Er: "Also bei der großen Outdoorshoppingmall?" - "Ja, das ist richtig." Er: "Und wie kommt man da hin?" - "Immer Statehighway 16 lang, da kannste das gar nicht verpassen." Er: "Also durch Kumeu durch und immer Statehighway 16 entlang?" - "Ja, das ist richtig." Und dann auf der rechten Seite?" - "Ja, das ist richtig. Wer Westgate verpasst, ist dumm oder blind." Gut, ehrlich gesagt, den zweiten Satz habe ich mir bisher ersparrt, aber man kann sich ungefähr vorstellen wie so ein Gespräch verläuft.
Noch eine Sache die mich aufregt: rotzige englische Abkürzungen.
Da wird aus "Beetroot" (rote Beete) "Beets" und aus "Cigarrets" "fags" und das bei allem möglichen Scheiß! Geh mir weg mit deinem American Englisch und versau mir nicht meinen hart erarbeiteten Kiwiakzent!

Aber eigentlich is er ganz in Ordnung.

Heute nachmittag habe ich dann meine Busfahrt nach Tauranga gebucht. Am Wochenende wird nämlich mal wieder etwas unternommen und so fahre ich Freitag morgen mit dem Bus los und treffe mich übers Wochenende mit Dirk, Willi und Jörg zum Feiern und Schnacken in Tauranga. Wird sicher lustig :)

Soweit so gut. Zum Abschluss habe ich es noch geschafft Sonntag ein Gruppenfoto zu machen:

Hintere Reihe v.l.: Cathy (Hausleiterin), David (der Amerikaner), Richard (wohnt zusammen mit Robbi, nicht auf dem Foto)
Vordere Reihe v.l.: Agnes ("Da sind nur noch 18 Brote im Gefrierfach!", Rachael (ne ganz Liebe), Roy, Ron, George (Cathys Sohn, lebt eigentlich in Griechenland, ist aber zu Besuch bis morgen abend)

Soweit so gut :)
Lieben Gruß aus Helensville,
Tobi

Freitag, 3. April 2009

Es ist da... eindeutig...

... diese Gefühl der Art "Kein Bock mehr". Mittlerweile geht mir Neuseeland auf den Sack. Es ist zwar noch auszuhalten, aber so langsam hab ich echt Bock auf Bremen.
Gut das es nur noch 96 Tage sind bis ich wieder im heimischen Bremen bin. Vorher steht zwar noch das ein oder andere an, aber naja. Am Ende wird die Zeit schnell vergangen sein. Sehr beruihgender Gedanke.

So, mal schnell die letzten paar Wochen summiert. Da unter der Woche nicht so ganz viel passiert, die Routine eines Autisten verändert man nur ungern. Und wenn man das dann einmal tun muss, kann man sicher sein das man den ganzen Tag nur mit dem Arsch angeguckt wird. Da hilft nicht mal mehr der routinierte Eisbecher am Abend. Undankbares Pack. ;)

Naja, Mitte März war ich über meine zwei freien Tage in Tauranga und habe dort Bryce und Sharon besucht. Außerdem wohnte Willi übergangsweise bei denen, da hab ich den gleich mitbesucht. Bin Donnerstagsnachmittags losgefahren und war zum Dinner in Tauranga, die 3,5 Stunden AUtofahrt hat mein kleiner Jaguar auch gut überlebt. Nach dem Dinner, gemeinsamen chillen vorm Fernseher und Bier trinken sind Willi und ich abends noch ein wenig durch die Clubs gezogen. War lustig, aber nichts aufregendes.
Freitag haben wir uns dann erstmal ausschlafen gegönnt, hab ja schließlich frei. Danach sind wir dann mit dem Bus in die Stadt gefahren und haben lecker einen riesen Teller mit Frühstück gegessen. Super Frühstück. Anschließend ging es dann erfolglos die Shoppingmeile hoch und runter. Danach haben wir uns dann spontan überlegt zum Mt. Manganui zu fahren, das ist eine Landzunge direkt bei Tauranga, der Übergang ist fließend. Dort sind wir dann auf den Mt. Manganui gelaufen. Einen so und so hohen Hügel. Bei praller Sonne, mittags um halb 2. War ne gute Idee. Oben angekommen haben wir dann ein paar Fotos gemacht und sind wieder runtergelaufen. Nichts besonderes, aber ein "Must-do" wenn man schonmal in Tauranga ist. Anschließend haben wir uns dann mit Marius getroffen, der zufälligerweise zum Surfen am Mt. war. Wir haben dann zusammen etwas in einem Cafe getrunken und uns anschließend zum Weggehen verabredet. So sind wir also wieder zurück zu Bryce und Sharon haben wieder lecker Dinner gegessen und sind anschließend nach einem Stop beim Schnapsladen zu Dirk gefahren. Dort wurde dann wieder die obligatorische Flasche Fusel gekillt und danach gings ab auf Partysafari.
Am Samsag haben wir dann nur auf der Couch gechillt, TV geschaut und uns unterhalten. Außerdem gab es lecker BBQ zum Lunch. Gegen 19 Uhr bin ich dann mit dem Jaguar wieder zurück nach Helensville gedüst.

Letztes Wochenende hatte ich dann meine 4 Tage frei und bin Donnerstagsabends nach Rotorua zu Marius gefahren. Hab dann die Tage über mit ihm auf der Arbeit gechillt, er hatte leider nich frei, mir ein wenig Rotorua angeschaut und ich war bei einem Geysir sowie einem Gebiet wo es geothermische Aktivität gibt, vulkanische Aktivität und so ein Trara. Objektiv ausgedrückt: es dampft aus dem Boden, es gibt nur spärliche Vegetation und Dank H2S, Schewefelwasserstoff, riecht es überall nach verfauelten Eiern. Lecker. Dennoch recht interessant. Fotos gibts bei Gelegenheit.
Bin dann schon am Sonntagabend wieder zurück Gefahren und hatte somit noch den Montag zum Ausschlafen, rumgammeln und ins Fitnesstudio gehen.

Fitnesstudio ist zur Zeit mein Tageshighlight. Raus aus dem Haus, und zwei Stunden lang ohne nervige Fragen und schlechtgelaunte Gehörlose Eisen verbiegen. Sehr angenehm.

Heute hatte ich auch frei und nachdem ich ausgeschlafen und sehr spätes Frühstück hatte, bzw. späten Lunch bin ich zu einer nahgelegenen Mall gefahren und habe mir ein wenig die Zeit vertrieben. Jetzt komme ich grade aus dem Fitnesstudio und werde auch schon wieder ins Bett gehen. Morgen ist schließlich wieder Arbeit angesagt.

Liebste Grüße,
Tobias

Freitag, 13. März 2009

Die nächsten 4 Monate...

... werde ich nun definitiv in Helensville verbringen. Nachdem ich die letzten Wochen lang nach einem Auto geschaut habe, jedoch nicht fündig geworden bin, werde ich nun nachher das Auto eines Kollegen aus der Werkstadt abholen und darf es dann für meinen Aufenthalt behalten. Fotos & Infos gibts heute abend, sobald ich weiß was mich da erwartet.
Außerdem habe ich schon mit meinem "Vorgesetzten" gesprochen und klar gemacht, das ich zu viel Arbeite. Meine 35 Stunden Woche schaff ich locker an 3 Tagen. Darum hab ich da mal ein wenig genörgelt und wir werden das jetzt wohl so handhaben, das ich abends nicht im Haus sein muss und sozusagen ab einer gewissen Uhrzeit Feierabend habe. Da werde ich mir dann ein paar Aktivitäten suchen mit denen ich mich beschäftigen kann. Das Fitnessstudio ein Stück die Straße runter zum Beispiel.

Das ist schon mal sehr gut. Meine freien Tage kann ich dann Dank des Autos mit Willi und Marius in Rotorua und Tauranga verbringen. Das ist zwar gut 4h Autofahrt entfernt, aber definitiv die Fahrt wert. Denn dauernd hier rumhängen nervt einfach.

Sonst habe ich auch nicht so ganz viel neues zu erzählen. Meinen freien Tag heute, werde ich wohl vergammeln und gleich noch das Auto abholen und morgen werde ich je nach Wetter nach Auckland düsen und mir das Pacifica Festival anschauen. So ein Thementag rund um Kulturen im Südpazifik usw. klingt merkwürdig, soll aber wohl ganz interessant sein.

Fotos vom Haus, meinem Zimmer, meinen Mitbewohnern und dem Auto, mach ich in der nächsten Woche. Dann bekommt ihr da mal nen Überblick.

Liebste Grüße,
Tobias

Sonntag, 1. März 2009

Helensville

...nachdem ich an meinem neuen Zuhause angekommen bin und von Cathy, der Hausleiterin begrüßt wurde, hatte ich erstmal Zeit mein Zimmer einzuräumen, mich umzuschauen und so weiter. Gegen späten Nachmittag kamen dann meine anderen Mitbewohner vom Camp nachhause und es gab etwas zum Abendessen.


Jetzt nach ein paar Wochen kann ich ja mal ein wenig meine Eindrücke schildern.
Also ich lebe seit 4 Wochen in einer Art Wohngemeinschaft mit 5 behinderten Menschen und 2 anderen Mitarbeitern. "Behindert" klingt allerdings härter als es ist.
Hier wohnen 2 ältere gehörlose Männer, eine ältere Frau, ein mittelalter Mann sowie eine jüngere Frau. Alle haben eine milde Form von Autismus, und könnten nicht alleine wohnen. Als Mitarbeiter wohne ich hier, logischer weise, eine fast 30 jährige Chinesin die aussieht wie 12 und ungefähr sogut Englisch spricht wie ne SCheibe Toastbrot, sowie genannte Cathy, eine Frau mittleren Alters die den ganzen Laden hier im Griff hat. Mal sehen ob ich Fotos machen darf, dann reich ich die später nach.

Was ich hier mache...? Frag ich mich manchmal auch. Morgens gibt es erstmal Frühstück, um das ich mich aber nicht kümmern muss, von daher stehe ich meist um 5 vor 8 auf um dann um 8 am Frühstückstisch zu sitzen. Anschließend schau ich das alle ihre Medikamente genommen haben und einer der beiden alten Jungs, bekommt so eine Art Zerstäuber. Danach muss ich das "Herrenbadezimmer" im Keller putzen und das wars.
Je nach Wochentag stehen dann noch Aktivitäten an. Montags allerdings nicht, d.h. ich verbringe den großteil des Tages mit TV oder DVD schauen. Mit 2 gehörlosen älteren Menschen kann das allerdings ganz interessant sein. Ich kannte den Film schon, da hab ich einfach den Ton aus gemacht, mein Notebook geholt und Musik gehört. Hat die gar nicht gestört :D

Am Dienstag gehen die beiden Frauen zu einem Art Kochtreff hier in der Nähe zu dem ich sie hinfahre, "beaufsichtige" und dann wieder zurückfahre. Nachmittags ist nix.

Mittwochs fahren wir morgens zu einer Art Tanzstunde für Behinderte. Die Frauen gehen Tanzen und weil Männer nicht tanzen, gibts meist irgendwo nen Kaffee und n Kuchen. Eigentlich ganz angenehm. Anschließend fahren wir dann zu einem Treffen für Gehörlose, essen dort Picniclunch und dann geht es eine Stunde um Gebärdensprache. Ich und noch ein paar andere lernen ein wenig und die, die es schon können unterhalten sich einfach ein bisschen. Gegen 15.00 Uhr geht es dann wieder zurück und Langeweile macht sich wieder breit.

Donnerstag weiß ich nicht was los ist, wahrscheinlich aber nicht viel, da ich bisher donnerstags immer frei hatte. Gleiches gilt für Freitag.
Am Wochenende steht nichts auf dem Plan, abgesehen davon, das ich die Leute zur Kirche fahre und n Stündchen später wieder abhole.
Wochenenden sind besonders langweilig. Gestern saß ich den ganzen Tag auf der Couch und habe DVD bzw. TV geschaut und bin nur kurz zum Kochen aufgestanden.

Das ist nämlich noch eine weitere Sache die wir Betreuer uns aufgeteilt haben. Abendessen kochen. Kathy und die Chinesin, die hatt auch einen Namen: Hui Ching (Wai Sching) fällt diese Aufgabe relativ leicht. Frauen haben sowas glaub ich in den Genen. Ich breche mir jedenfalls jeden Dienstag und Samstag jedesmal beide Arme um etwas vernünftiges auf den Tisch zu bekommen. Und ich werde besser. Nach einem gelungenen Anfang mit Pasta und Tomatensauce, einer dezenten Steigerung zu Hühnchen mit Kartofellbrei und einer Freestyle Pilzsuppe, musste ich ein wenig regenerieren und mit Chili con Carne und nochmal Pasta konnte ich am Tisch keine Jubelstürme einsacken. Ich werde besser...